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Warum Linux in Schulen

Linux ... was soll das in den Schulen?

Berufsschulen, Gesamtschulen und Gymnasien machen vor Linux nicht halt. Doch an allgemeinbildenden Schulen, in denen der Informatikunterricht eher als Pflichtprogramm gesehen wurde und erst in den letzen Jahren, da die Popularität des Internets die Gespräche in den Kollegien und unter den Schülern immer wieder auf Computer lenken, wird Linux als Alternative oder Ergänzung zu vorhandenen Systemen erst jetzt, nachdem es mehrfach durch die Presse ging und publik geworden ist, dass die Anwendersoftware immer benutzerfreundlicher und vielfältiger geworden sei, in die engere Wahl aufgenommen.

Spielen in den Kollegien mehr oder weniger der Lernaufwand der Administratoren, die Angst vor einem schwer zu beherrschenden und unbekannten System eine Rolle, schwenken immer mehr Jugendliche zu Linux im Privatbereich um, weil sie gehört haben, dass die Software kostenlos aus dem Internet zu holen ist, die Programme von Privatleuten entwickelt werden und man sich daran beteiligen kann, und die Möglichkeiten der Systemmanipulation unbegrenzt scheinen. Echtes Multitasking spielt dabei im ersten Moment vielleicht noch eine untergeordnete Rolle, überzeugt aber nach Installation des Systems zusätzlich.


Linux in allen Bereichen?

Wer glaubt, dass wir hier für Linux Propaganda betreiben, um es in allen Bereichen das schulichen Computergeschehens zu sehen, und damit andere Systeme zu verdrängen, der mag ruhig weiterlesen. Die Linuxgemeinde (eine Population für sich?) sieht sich nicht in Konkurrenz mit anderen Betriebssystemen. Die Philosophie beinhaltet einen völlig anderen Ansatz. Nicht jeder kann es sich leisten, ständig neue Updates der verwendeten Software zu kaufen. Linux-Software kann mit etwas Einarbeitung selbständig geupdatet werden.

Sicher gibt es genügend Bereiche, in denen Anwendungssoftware z. B. nur unter Windows läuft. Wir denken dabei beispielsweise an den Förderunterricht, in welchem Programme seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt wird. Auch der Anwender, der nur mal hin und wieder seine Texte tippen will, muss deswegen nicht gleich auf Linux umsteigen, wenn er mit seinem System zufrieden ist. Uns geht es lediglich darum, den Schülern im Bildungsbereich die Möglichkeiten der freien Software nicht vorzuenthalten. Sie sollen selbst entscheiden können, welches System sie später bevorzugen. Nicht zu vergessen ist der Effekt des Lernzuwachses, den ein Linuxanwender deutlich verspürt, wenn er ein Problem mit dem System gelöst hat. Der Anwender beherrscht mehr und mehr den Computer (und nicht umgekehrt!).

Die Kosten und die Ängste

Eine Distribution wird zum Herstellungspreis der Handbücher und CDs vertrieben. Die Lehrer, die ein Linux-Netzwerk warten gelernt haben, sind damit zufrieden. Der Lernaufwand ist am Anfang enorm, doch das Konzept ist nur einmal zu begreifen. Der Umfang der verfügbaren Software ist schwer überschaubar? Klar, aber die Auswahl ist riesig! Welchen Editor nehme ich? Welche Grafiksoftware entspricht meinen Bedürfnissen? Schreibe ich mir meine Skripte selbst? Mit welcher Programmiersprache will ich arbeiten?

Wer sich mit seinen Schülern in Sachen Programmierung auf den Weg macht, findet unter Linux alles, was das Herz begehrt. Wir wollen hier versuchen, durch unser Supportangebot den Administratoren die Angst zu nehmen und sie beim Erlernen des Systems zu begleiten. Noch einmal zum Mitschreiben, es geht hier nicht darum, welches System besser ist. Wenn Sie sich entscheiden, Linux in Ihrer Schule zu installieren, greifen Sie einfach mal auf uns zurück, wenn nicht, viel Spass mit ihrem System.


 
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